Top 10 natürliche Heilmittel bei Magen-Darm-Problemen

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Es kommt gar nicht so selten vor, dass es im Bauch zwickt, Unwohlsein im Darm, Druck auf dem Magen oder auch ein Völlegefühl im Darm wahrgenommen wird. Mit Krämpfen oder Übelkeit kann das auch richtig unangenehm werden.

 

Verdauungsprobleme und Beschwerden in Deutschland

 

Gastroenterologen schätzen die Häufigkeit von Verstopfung auf ca. 15 % ein, aber längst nicht jeder rennt sofort zum Arzt, wenn die Verdauung nicht so richtig läuft. Besonders Männer gehen nicht so gerne zum Arzt. Nur deshalb glauben Experten, dass Frauen häufiger an Verdauungsbeschwerden leiden, da die Erkrankung häufiger diagnostiziert wird. Verdauungsbeschwerden müssen nicht unbedingt mit bakteriellen Erkrankungen oder Entzündungen zusammenhängen. Oft ist unser stressiger Lebensstil ein Grund für Verdauungsprobleme. Wir haben kaum noch Zeit für eine ausgewogene Ernährung und an regelmäßige Bewegung ist oft gar nicht zu denken. Auch Medikamente wie Antibiotika, Schmerzmittel oder entwässernde Medikamente können die Darmbewegung und Darmflora negativ beeinflussen.

 

 

Natürliche Hausmittel für eine gesunde Darmflora

 

Doch eigentlich ist es ganz einfach die Verdauung zu aktivieren. Besonders wichtig ist es, viel zu trinken. Zwischen 1,5-2 Liter Wasser – egal ob stilles Wasser oder ungesüßter Tee – werden empfohlen. Dadurch wird die Nahrung flüssiger und gleitet leichter durch den Verdauungstrakt. Auch regelmäßige Bewegung stärkt die Darmbewegung und fördert den Transport durch den Darm. Es gibt einige Lebensmittel, die die Darmbewegung fördern und auch sehr wichtig für den Aufbau einer guten Darmflora sind. Die besten 10 Lebensmittel stellen wir Euch hier vor.

 

  1. Kamille: Die Kamille ist die Blume des Sonnengottes Re. Botanisch gehört sie zu den Korbblütlern. Besonders wertvoll sind ihre ätherischen Öle und Flavonoide. Schon seit vielen Jahren wird die Kamille bei Blähungen, Verdauungsstörungen, Durchfall und Übelkeit eingesetzt. Sie sollen den Darm entspannen und den Magen beruhigen. Sehr gut wirkt die Kamille besonders zusammen mit Zitronenverbene, Anis und Fenchel in einem heißen Tee.
  2. Chili: Chili ist ein Paprikagewächs aus Süd- und Mittelamerika. Ihr Wirkstoff Capsaicin fördert die Durchblutung und regt die Verdauung an. Doch Vorsicht: Bei empfindlichen Personen kann die erhöhte Magensäureproduktion durch den scharfen Geschmack zu Sodbrennen führen.
  3. Ingwer: Ingwer ist eine Wurzelknolle, die reich an den Scharfstoffen Gingerol und Shogaol ist. Die Scharfstoffe sollen sogar vor Übelkeit und Erbrechen schützen. Wie genau die Scharfstoffe das machen, ist noch nicht ganz klar. Man vermutet, dass es etwas mit Hormonen zu tun hat. Ingwer unterstützt die Verdauung auch durch eine verstärkte Bewegung der Muskeln des Darms und durch eine schnellere Entleerung des Magens. Als Tee mit einer Scheibe Zitrone kann er auch Entzündungszellen vermindern.
  4. Fenchel: Der Fenchel gehört botanisch zu den Doldenblütlern. Sein kräftiges Aroma ist nicht bei jedem beliebt. Doch der Fenchel ist ein ganz besonderes Lebensmittel und enthält reichlich Vitamin A und Vitamin K, Kalium, Flavonoide und Phenolsäuren. Er soll die Bewegung der Verdauungsmuskulatur regulieren und wirkt entkrampfend. Bei Bauchschmerzen wirkt ein Fencheltee sehr wohltuend. In einer Studie wirkte Fenchel sogar besser als Ibuprofen und das ganz ohne Nebenwirkungen!
  5. Flohsamenschalen: Die kleinen Flohsamenschalen gehören zu den Wegerichgewächsen und stammen aus Indien. Sie sind besonders reich an Ballaststoffen und Lignanen, die den Cholesterinspiegel senken sollen. Diese Stoffe regen die Verdauung an und helfen beim Aufbau einer gesunden Darmflora. Zusätzlich hemmen Omega-3-Fettsäuren Entzündungen durch krankmachende Keime. Flohsamenschalen erhöhen die Konsistenz von Suppen, aber sie quellen auch gut im Müsli. Flohsamenschalen kann man ganz praktisch in Form von Flohsamenpulver Dieses lässt sich gut in Smoothies, Joghurt, Müsli und Suppen einrühren.
  6. Artischocke: Die distelartige Pflanze gehört zu den Korbblütlern. Ihre Bitterstoffe sind bekannt für ihre verdauungsfördernde Wirkung. Sie können auch den Gallenfluss anregen und unterstützen so die Fettverdauung. Zusätzlich enthält die Artischocke viele Ballaststoffe.
  7. Kardamom: Das Ingwergewächs riecht dank seiner ätherischen Öle süßlich-scharf. Sie sollen die Verdauung verbessern und den Stoffwechsel stimulieren. Sie wirken auch antioxidativ und stärken Enzyme in der Leber, die wichtig für die Entgiftung sind.
  8. Trockenfrüchte: Getrocknete Feigen und Datteln schmecken nicht nur herrlich süß, sie enthalten auch Calcium, Vitamin K und Ballaststoffe. Besonders bei Verstopfung hilft es einige Datteln oder Feigen zu essen. Ihre Ballaststoffe fördern die Verdauung und helfen eine gesunde Darmflora aufzubauen. Dadurch wird das Immunsystem gestärkt.
  9. Joghurt: Bei der Joghurtherstellung wird Milch mit dem Bakterium Lactobacillus bulgaricus gemischt und bei warmen Temperaturen stellt das Bakterium aus dem Milchzucker Milchsäure her. Dadurch sinkt der ph-Wert und die Proteinstruktur ändert sich. Das hat vielerlei Vorteile: Lactobacillen gehören zu den guten Keimen des Darms und unterstützen das Immunsystem. Ein niedriger pH-Wert liegt im sauren Bereich, der auch für die Darmflora sehr wichtig ist. In einem sauren Milieu können die guten Bakterien besser wachsen. Die Proteine sind durch ihre veränderte Struktur leichter verdaulich.
  10. Löwenzahn: Die strahlend gelbe Blume fördert mit ihren Bitterstoffen die Verdauung. Bitterstoffen wird auch eine appetitanregende Wirkung nachgesagt. Sie helfen gegen Völlegefühl und Blähungen. Bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe schützen auch die Leber. Besonders lecker ist der Löwenzahn im Salat oder im Smoothie.

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